Visitenkarten

Visitenkarten klein, praktisch und allseits bekannt, doch woher stammen die nützlichen Kärtchen eigentlich?

Jeder von uns hat sie im Portemonee oder zumindest schon einmal in die Hand gedrückt bekommen: Die Visitenkarte. Sie wird schon längst nicht mehr nur geschäftlich genutzt. Egal ob der Biomarkt um die Ecke oder der Sitznachbar an der Uni- Alle verteilen Visitenkarten mit ihrem Namen und ihren Kontaktdaten darauf, als sei es ein Muss. Wozu die Kärtchen jedoch früher dienten, ist weniger verbreitet.

Die Visitenkarte (lat. "visitare""Besuch") wurde im 17.Jahrhundert entwickelt und damals noch "Besuchskarte" genannt. Es war zu dieser Zeit in gehobenen Kreisen so üblich, dass der Gast, wenn er zu Besuch kam, an der Tür seine Karte der Empfangsdame oder dem Butler überreichte. Diese Karte wurde dann, meist auf einem silbernen Tablett, an den Herren des Hauses weiter gegeben. Der Hausherr wusste so, wer ihn besuchen kam, aus welchen Kreisen dieser Jemand stammte und wie er angemessen darauf zu reagieren hatte.

Später entwickelte dieses ganze Prozedere sich weiter und man teilte nicht mehr nur mit wer kam, sondern auch weshalb. Durch eine bestimmte Falttechnik oder Kürzel auf der Karte wurde der Grund des Besuchs angekündigt. Beispielsweise stand das Kürzel p.p.p. (franz. "pour prendre part"- wörtl. "um (An)teil zu nehmen") für "um Beileid auszusprechen".

Heutzutage werden die Visitenkarten dazu benutzt, wichtige Kontaktdaten eines Geschäftspartners oder eines Kunden immer dabei zu haben, um denjenigen ständig erreichen zu können.

Es gibt Visitenkarten in verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Manch einer lässt sein Foto mit auf die Karte drucken, ein anderer nur das Firmenlogo und wieder ein anderer verzichtet auf Schnörkel und Bildchen und bleibt lieber beim bekannten, weißen Kartenhintergrund. Wie die Visitenkarten gestaltet sind, variiert. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: Auf ihnen ist immer der Name, die Telefonnummer und die Adresse der Kontaktperson oder der Firma enthalten. Visitenkarten gelten demzufolge als eine Art Aushängeschild- Für Geschäftsleute und Privatpersonen nahezu gleichermaßen. Sie wirken professionell und unaufdringlich.

Es gibt jedoch auch einige Fehler, die im Umgang mit Visitenkarten nicht gemacht werden sollten, doch immer häufiger vorkommen. Zum Beispiel sollten niemals handschriftliche Korrekturen an den Daten auf der Karte vorgenommen werden. Dies zeugt erstens von Unprofessionalität und lohnt sich zweitens auch nicht: Visitenkarten sind sehr günstig (je höher die Stückzahl, desto niedriger der Stückpreis) und der Aufwand, alle Karten zu ändern, ist ungleich größer als das Drucken lassen neuer Karten. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Kärtchen niemals verknickt oder schmutzig den Besitzer wechseln. Es gibt hierfür praktische Visitenkartenboxen und Kartenetuis, die in jede Hosentasche passen.

In Deutschland gibt es für Visitenkarten übrigens keine Standardgröße. Hier gibt es Spielraum um seine Karte einzigartig zu gestalten. Auch was das Material angeht, sind der Fantasie keine grenzen gesetzt: Egal ob Holz oder Gummi, Metall oder bunte Pappe - Hauptsache die eigene Karte sticht hervor. Mittlerweile ist es jedoch allgemein üblich und größtenteils verbreitet dass die Karten eine Größe von ca. 85 mm x 55 mm haben. Das ist die ungefähre Größe von Scheckkarten und somit ist die Visitenkarte praktisch im Portemonee zu verstauen! 

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KW 42 - Mittwoch, 18. Oktober 2017